Vorbemerkung
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Darkmatter IT (Einzelunternehmen), Inhaber Marco Andreas Martin Jahn, Goethestr. 8, 84323 Massing, Deutschland, tätig unter der Marke „MAM-JAHN“ (nachfolgend „Anbieter“, „wir“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“, „Sie“). Sie werden im Bestellvorgang ausdrücklich einbezogen: Vor dem Absenden einer Bestellung müssen Sie diese AGB durch Setzen eines Häkchens akzeptieren; der vollständige Text ist dort verlinkt und kann jederzeit gespeichert und ausgedruckt werden.
§ 1 Vertragspartner und Geltungsbereich
(1) Vertragspartner für alle über die Website https://mam-jahn.de und den Kundenbereich angebotenen Leistungen ist Darkmatter IT (Einzelunternehmen), Inhaber Marco Andreas Martin Jahn, Goethestr. 8, 84323 Massing, Deutschland, tätig unter der Marke „MAM-JAHN“, E-Mail support@mam-jahn.de, Telefon +49 1525 7859999, USt-IdNr. DE365361601.
(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über KVM-Server (AMD EPYC 3rd Gen und AMD Ryzen 9), Storage Box, Webhosting und die Vermittlung von Domains und für alle damit verbundenen Leistungen. Sie gelten ebenso für Root-Server, Virtual Dedicated Server (VDS), Dedicated Server, Backup-Leistungen, Betreuung und WireGuard-VPN-Zugänge, sofern diese gebucht sind, auch aus bestehenden Verträgen.
(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(4) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
(5) Textform im Sinne dieser AGB ist jede lesbare Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (§ 126b BGB), insbesondere E-Mail, Support-Ticket oder eine Erklärung über den Kundenbereich.
§ 2 Leistungen des Anbieters
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die bestellten Ressourcen (CPU, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Netzwerkanbindung, IP-Adressen und, sofern gebucht, VPN-Zugänge) zur Nutzung bereit. Art und Umfang der Leistung ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des jeweiligen Tarifs auf der Website und der Bestellübersicht zum Zeitpunkt der Bestellung.
(2) Übergabepunkt der Leistung ist die Netzwerkschnittstelle des Rechenzentrums, an dem die Systeme des Anbieters betrieben werden. Für die Anbindung des Kunden an das Internet und die Konfiguration seiner Endgeräte ist der Kunde selbst verantwortlich.
(3) Ein Anspruch auf einen bestimmten physischen Server, ein bestimmtes Host-System oder eine bestimmte IP-Adresse besteht nicht, sofern nichts anderes vereinbart ist. Der Anbieter darf virtuelle Systeme aus technischen oder betrieblichen Gründen auf andere Host-Systeme verschieben, wenn die vereinbarte Leistung dabei erhalten bleibt.
(4) Bei Servern mit vollem Administrationszugriff (root) ist der Kunde allein für Installation, Konfiguration, Absicherung und Aktualisierung des Betriebssystems und der von ihm betriebenen Software verantwortlich. Der Anbieter schuldet insoweit nur die Bereitstellung und den Betrieb der Plattform.
(5) Die Verwaltung der Leistungen (Bestellung, Neustart, Neuinstallation, Kündigung, Rechnungen) erfolgt über den Kundenbereich unter https://mam-jahn.de.
(6) Der Anbieter darf Leistungen ganz oder teilweise durch Dritte erbringen lassen (z. B. Rechenzentrums- und Netzbetreiber); er bleibt dem Kunden gegenüber für die Leistung verantwortlich.
(7) Der Datenverkehr ist im Tarifpreis enthalten, soweit die Leistungsbeschreibung nichts anderes bestimmt. Nennt die Leistungsbeschreibung eine Schwelle für den Datenverkehr (z. B. ein Volumen innerhalb von 24 Stunden), darf der Anbieter die Bandbreite des betroffenen Dienstes bei Überschreitung vorübergehend auf den dort genannten Wert begrenzen. Zusätzliche Entgelte fallen dadurch nicht an; die Begrenzung endet, sobald die Schwelle wieder unterschritten ist.
(8) Webhosting wird auf gemeinsam genutzten Systemen bereitgestellt. Geschuldet ist der in der Leistungsbeschreibung genannte Speicherplatz mit Anbindung an das Internet; Rechenleistung und Arbeitsspeicher werden von allen Kunden des Systems gemeinsam genutzt.
(9) Bei Produkten mit geteilten vCores (CPU-Kerne, die sich mehrere Kunden teilen) darf der Anbieter, wenn ein Dienst dauerhaft hohe Last erzeugt und dadurch andere Kunden beeinträchtigt, nach einem Hinweis an den Kunden in Textform die CPU-Zuteilung dieses Dienstes vorübergehend begrenzen. Die Begrenzung endet, sobald die Last wieder im tariftypischen Maß liegt. Zusätzliche Entgelte fallen dadurch nicht an.
§ 3 Vertragsschluss und Informationen zum Bestellvorgang
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.
(2) Der Bestellvorgang läuft in folgenden Schritten ab: (a) Auswahl des Tarifs und gegebenenfalls der Zusatzoptionen und des Abrechnungszeitraums; (b) Registrierung eines Kundenkontos oder Anmeldung; (c) Auswahl der Zahlungsart; (d) Prüfung aller Angaben in der Bestellübersicht – dort können Eingabefehler über die Schaltflächen „Bearbeiten“ bzw. über die „Zurück“-Funktion des Browsers jederzeit korrigiert werden; (e) Bestätigung dieser AGB und – bei Verbrauchern – des Hinweises zum Beginn der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist; (f) Absenden der Bestellung über die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“. Mit dem Absenden gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung durch eine Auftragsbestätigung per E-Mail annimmt oder die bestellte Leistung bereitstellt (Aktivierung und Zusendung der Zugangsdaten), je nachdem, was zuerst geschieht. Die automatische Eingangsbestätigung der Bestellung ist noch keine Annahme.
(4) Der Vertragstext (Bestelldaten, AGB, Leistungsbeschreibung) wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden mit der Bestellbestätigung per E-Mail zugesandt. Der Kunde kann seine Bestellungen und Rechnungen jederzeit im Kundenbereich einsehen; die jeweils aktuellen AGB sind auf der Website abrufbar. Vertragssprache ist Deutsch.
(5) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Bestellungen sind nur voll geschäftsfähigen Personen gestattet; Minderjährige benötigen die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter.
(6) Der Anbieter darf eine Bestellung ablehnen oder die Bereitstellung von einer Identitäts- oder Bonitätsprüfung abhängig machen, insbesondere bei Verdacht auf Missbrauch, offensichtlich falschen Angaben oder offenen Forderungen aus früheren Verträgen.
(7) Bis zur Bereitstellung der Leistung kann der Kunde eine Bestellung jederzeit kostenfrei stornieren (per E-Mail an support@mam-jahn.de oder über den Kundenbereich). Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall vollständig erstattet. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 15) bleibt daneben bestehen.
(8) Vertragsbezogene Mitteilungen (Bestätigungen, Rechnungen, Zugangsdaten, Wartungs- und Störungshinweise) übermittelt der Anbieter per E-Mail an die hinterlegte Adresse und im Kundenbereich. Übermittelte Zugangsdaten sind nach Erhalt unverzüglich zu ändern.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Gegenüber Verbrauchern sind alle auf der Website angegebenen Preise Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern können Preise zusätzlich netto ausgewiesen werden; die Umsatzsteuer wird in der Rechnung gesondert ausgewiesen. Für Unternehmer aus dem EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr. gilt das Reverse-Charge-Verfahren. Alle Preise sind in Euro angegeben.
(2) Die Vergütung besteht aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr, soweit in der Bestellübersicht ausgewiesen, und der laufenden Vergütung für die gewählte Laufzeit. Die Einrichtungsgebühr deckt die Bereitstellung des Produkts ab (Anlegen, Installation, Konfiguration, Zuweisung von Adressen) und ist mit der Aktivierung vollständig verdient. Alle Leistungen werden im Voraus bezahlt (Prepaid); Zahlungsarten, bei denen der Anbieter in Vorleistung tritt (etwa Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel oder Ratenzahlung), werden nicht angeboten. Ein Verfügungsrahmen wird nur Kunden eingeräumt, denen der Anbieter ihn gesondert zuweist (z. B. Partner, Geschäftskunden). Die Zahlung erfolgt über unseren Zahlungsdienstleister (Absatz 12). Eine neue Leistung wird bereitgestellt, sobald die Zahlung eingegangen ist. Rechnungen werden im Kundenbereich bereitgestellt und per E-Mail zugesandt.
(3) Für jede Verlängerung stellt der Anbieter die Rechnung rechtzeitig vor Beginn der neuen Laufzeit bereit (bei Domains rund 14 Tage vor Ablauf) und erinnert vorher per E-Mail. Vorhandenes Guthaben wird automatisch angerechnet. Der Anbieter verschickt keine Mahnungen und verlangt keine Verzugszinsen: Ist die Rechnung bei Beginn der neuen Laufzeit nicht bezahlt, verlängert sich die Leistung nicht, die Rechnung wird storniert und es gilt § 5 Abs. 3. Für die nicht bezahlte Laufzeit entsteht keine Zahlungspflicht.
(4) Einwände gegen eine Rechnung sind innerhalb von 8 Wochen nach Zugang in Textform zu erheben; das Unterlassen fristgerechter Einwände gilt nicht als Genehmigung, erschwert aber die Prüfung.
(5) Der Kunde kann in seinem Kundenkonto Guthaben aufladen. Das Guthaben ist zweckgebunden: Es kann ausschließlich für Leistungen des Anbieters verwendet werden, insbesondere für Verlängerungen und neue Bestellungen, und wird automatisch auf Rechnungen angerechnet. Guthaben verfällt nicht. Endet der letzte laufende Vertrag des Kunden oder wird das Kundenkonto geschlossen, zahlt der Anbieter das nicht verbrauchte Guthaben, das der Kunde selbst eingezahlt hat, auf Verlangen aus, bevorzugt durch Erstattung auf die ursprüngliche Zahlung beim Zahlungsdienstleister. Nicht ausgezahlt werden Gutschriften aus Aktionen, aus dem Partnerprogramm sowie Kulanz- und Korrekturgutschriften; sie bleiben als Guthaben nutzbar. Gesetzliche Rückzahlungsansprüche, insbesondere nach einem wirksamen Widerruf oder wenn der Anbieter eine bezahlte Leistung nicht erbringt, bleiben unberührt.
(6) Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.
(7) Der Anbieter darf die Vergütung für laufende Verträge höchstens einmal je Kalenderjahr anpassen, wenn sich seine Kosten für die Leistungserbringung (insbesondere Strom, Rechenzentrum, Netzanbindung, Lizenzen, Betriebsmittel) seit der letzten Preisfestsetzung erhöht haben; die Erhöhung darf den Kostenanstieg nicht übersteigen. Sinken die Kosten, wird die Vergütung im gleichen Maß gesenkt. Eine Änderung wird dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt; sie gilt nicht für einen bereits bezahlten Abrechnungszeitraum. Der Kunde kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich zu diesem Zeitpunkt kündigen; auf dieses Recht wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Bereits gezahlte Vergütung für die Zeit nach der Beendigung wird erstattet.
(8) Wird eine Zahlung zurückgebucht (Rückbuchung, z. B. Chargeback) oder ein Käuferschutzverfahren zugunsten des Kunden entschieden, darf der Anbieter das Kundenkonto und die mit dieser Zahlung bezahlten Leistungen sperren, bis der Vorgang geklärt ist. Eine zurückgebuchte Aufladung wird vom Guthaben abgezogen; das Guthaben kann dadurch negativ werden und ist vor weiteren Bestellungen auszugleichen. Hat der Kunde die Rückbuchung zu vertreten, trägt er die dem Anbieter dadurch tatsächlich entstandenen Kosten der Bank oder des Zahlungsdienstleisters.
(9) Vorverkauf: Ist ein Produkt als „Vorverkauf“ mit einem Bereitstellungstermin gekennzeichnet, kommt der Vertrag mit der Bestellung zustande, die Leistung wird jedoch erst ab dem genannten Termin bereitgestellt. Die Laufzeit und der erste Abrechnungszeitraum beginnen mit der tatsächlichen Bereitstellung; eine bereits gezahlte Vergütung wird entsprechend angerechnet. Bis zur Bereitstellung kann der Kunde die Bestellung jederzeit kostenfrei zurücknehmen; bereits gezahlte Beträge werden erstattet. Verschiebt sich der Termin um mehr als 30 Tage, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bleibt unberührt.
(10) KVM-Börse: Für Leistungen, die über die KVM-Börse bestellt wurden, ist der dort angezeigte Preis ein Festpreis. Er gilt auch für alle Verlängerungen derselben Leistung und wird nicht nach Absatz 7 angepasst. Ein Wechsel in einen anderen Tarif richtet sich nach dessen Preis. Börsenangebote sind begrenzt; bis zum Vertragsschluss besteht kein Anspruch auf ein bestimmtes Angebot.
(11) Partnerprogramm: Provisionen aus dem Partnerprogramm werden ausschließlich als Guthaben nach Absatz 5 gutgeschrieben. Höhe, Voraussetzungen und Wartezeit bis zur Gutschrift werden im Kundenbereich angezeigt; der Anbieter kann sie für künftige Vermittlungen ändern. Eigene Bestellungen und Bestellungen über weitere eigene Kundenkonten begründen keine Provision.
(12) Zahlungsabwicklung: Zahlungen laufen ausschließlich über unseren Zahlungsdienstleister Mollie (Mollie B.V.) mit den im Bestellvorgang angezeigten Zahlarten. Aktiviert der Kunde das automatische Aufladen, wird die dafür gewählte Zahlart hinterlegt: Die Zahlungsdaten speichert Mollie; wir speichern nur eine Referenz und eine maskierte Bezeichnung (z. B. „Visa •••• 4242“). Der Kunde kann das automatische Aufladen jederzeit im Kundenbereich ausschalten und die hinterlegte Zahlart entfernen.
(13) Unterstützungsseiten: Der Kunde kann im Kundenbereich eine öffentliche Unterstützungsseite anlegen (Seiten unter dem Pfad „/spenden/“ auf https://mam-jahn.de), über die Dritte (Unterstützer) dem Kundenkonto eine Zuwendung zukommen lassen können. Eine Seite wird erst nach Prüfung durch den Anbieter freigeschaltet; der Anbieter kann die Freischaltung ablehnen oder widerrufen, insbesondere bei rechtswidrigen, irreführenden oder gegen die Nutzungsrichtlinie verstoßenden Inhalten. Für Inhalte und Angaben der Seite ist allein der Kunde als Seiteninhaber verantwortlich. Zuwendungen sind nur über den Zahlungsdienstleister (Absatz 12) mit den angebotenen Online-Zahlarten möglich, nicht per Lastschrift oder Überweisung, und betragen je Zuwendung mindestens 2 € und höchstens 500 €. Der Betrag wird dem Seiteninhaber als zweckgebundenes Guthaben gutgeschrieben, das ausschließlich für Leistungen des Anbieters verwendet werden kann; abweichend von Absatz 5 wird es nicht ausgezahlt, auch nicht bei Vertragsende oder Schließung des Kundenkontos. Eine Zuwendung ist keine Spende im steuerlichen Sinn; Zuwendungsbestätigungen (Spendenquittungen) werden nicht ausgestellt. Wird eine Zuwendung zurückgebucht, gilt Absatz 8 für das Guthaben des Seiteninhabers entsprechend.
§ 5 Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
(1) Die Laufzeit einer Leistung entspricht dem bei der Bestellung gewählten Zeitraum (zum Beispiel ein, drei, sechs oder zwölf Monate) und wird im Voraus bezahlt. Eine darüber hinausgehende Mindestlaufzeit besteht nicht.
(2) Die Leistung verlängert sich jeweils um dieselbe Laufzeit, wenn die Rechnung für die neue Laufzeit bis zu deren Beginn bezahlt ist, auch durch automatische Anrechnung von Guthaben (§ 4 Abs. 3).
(3) Ist die Rechnung bei Beginn der neuen Laufzeit nicht bezahlt, endet der Vertrag mit Ablauf der bezahlten Laufzeit. Server, Webhosting und vergleichbare Leistungen werden dann gesperrt und nach weiteren fünf Tagen samt aller darauf gespeicherten Daten und Sicherungen unwiderruflich gelöscht. Bezahlt der Kunde die Rechnung innerhalb dieser fünf Tage, stellt der Anbieter die Leistung mit der neuen Laufzeit wieder her. Diese Wiederherstellung ist ein freiwilliges Angebot; ein Anspruch darauf oder auf die genannte Frist besteht nicht, und der Anbieter kann sie jederzeit ohne Ankündigung einschränken, die Frist verkürzen oder das Angebot einstellen. Für Domains gilt § 12 Abs. 3.
(4) Der Kunde kann jede Leistung jederzeit zum Ende der bezahlten Laufzeit kündigen; eine anteilige Erstattung für die bezahlte Laufzeit erfolgt nicht. Mit Ablauf der Laufzeit endet die Leistung; für die Daten gilt § 11. Die Kündigung bedarf der Textform. Sie ist möglich (a) über die Kündigungsfunktion im Kundenbereich, (b) über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ (§ 312k BGB), die zur öffentlich zugänglichen Kündigungsseite https://mam-jahn.de/kuendigen führt, oder (c) per E-Mail an support@mam-jahn.de. Der Anbieter bestätigt den Zugang der Kündigung unverzüglich in Textform mit Datum und Uhrzeit des Eingangs und dem Zeitpunkt der Vertragsbeendigung. Aus der Kündigung soll hervorgehen, wer sie erklärt und welcher Vertrag gemeint ist; zur Zuordnung hilfreich, aber nicht erforderlich sind Angaben wie die Kundennummer oder die im Kundenkonto hinterlegte E-Mail-Adresse. Bestehen begründete Zweifel an der Identität des Erklärenden, darf der Anbieter nachfragen; für die Frist bleibt der Zugang der Kündigung maßgeblich.
(5) Der Anbieter kann eine Leistung mit einer Frist von einem Monat zum Ende einer bezahlten Laufzeit kündigen. Die Kündigung wird per E-Mail an die hinterlegte Adresse erklärt; eine bereits bezahlte Laufzeit bleibt unberührt.
(6) Ein Wechsel in einen höherwertigen Tarif (Upgrade) ist jederzeit möglich; die im Voraus gezahlte, noch nicht verbrauchte Vergütung des bisherigen Tarifs wird taggenau angerechnet. Ein Wechsel in einen kleineren Tarif ist zum Ende der bezahlten Laufzeit möglich.
(7) Der Kunde kann sein Kundenkonto schließen lassen, sobald keine Leistung mehr läuft und keine Forderungen offen sind; vorhandenes Guthaben wird nach § 4 Abs. 5 behandelt. Die Kontodaten werden 30 Tage nach dem Vertragsende anonymisiert, sobald kein Guthaben mehr besteht (es also ausgezahlt oder verbraucht ist) und soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht (siehe Datenschutzerklärung). Nach der Anonymisierung ist eine Wiederherstellung des Kontos nicht mehr möglich.
(8) Übergang: Für Verträge, die vor dem 30.10.2026 geschlossen wurden, gelten § 4 Abs. 2, 3, 5 und 8 sowie § 5 Abs. 2 und 3 in dieser Fassung nach Maßgabe von § 16 ab dem 12.12.2026; bis dahin gelten die bisherigen Regelungen zu Zahlung, Mahnung, Sperrung und Guthaben. Bereits vereinbarte Mindestlaufzeiten entfallen für alle Verträge ab dem 30.10.2026.
§ 6 Außerordentliche Kündigung und Sperrung
(1) Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung mit angemessener Frist erneut oder fortgesetzt gegen wesentliche Pflichten aus § 7 verstößt.
(2) Einer Abmahnung bedarf es nicht, wenn sie offensichtlich keinen Erfolg verspricht oder die sofortige Kündigung unter Abwägung der beiderseitigen Interessen gerechtfertigt ist, insbesondere bei strafbaren Inhalten (§ 7 Abs. 2 lit. b), bei Angriffen auf Systeme Dritter oder des Anbieters, bei Versand von Spam oder Schadsoftware oder bei einer erheblichen Gefährdung der Infrastruktur oder anderer Kunden.
(3) Der Anbieter darf eine Leistung vorübergehend sperren, wenn dies zur Abwehr einer akuten Gefahr für die Sicherheit oder Verfügbarkeit seiner Systeme, anderer Kunden oder Dritter erforderlich ist, oder wenn er von einer Behörde, einem Gericht oder aufgrund eines substantiierten Hinweises auf rechtswidrige Inhalte dazu verpflichtet ist. Der Kunde wird unverzüglich, spätestens mit der Sperrung, über die Sperrung informiert. Die Information enthält die Art der Maßnahme, ihren Umfang und ihre voraussichtliche Dauer, die Tatsachen, auf die sich die Entscheidung stützt (auch, ob sie auf einem Hinweis Dritter oder einer behördlichen Anordnung beruht), den Rechtsgrund oder die verletzte Regel dieser AGB und einen Hinweis auf die Möglichkeiten der Beschwerde und der Streitbeilegung (https://mam-jahn.de/dsa/). Der Kunde erhält Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Sperrung wird aufgehoben, sobald ihr Grund entfallen ist. Sperrungen sind auf das erforderliche Maß zu beschränken.
(4) Kündigt der Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden wichtigen Grund, wird bereits im Voraus gezahlte Vergütung für die Zeit nach dem Vertragsende anteilig erstattet. Der Anbieter darf gegen den Erstattungsanspruch mit nachgewiesenen Schadensersatzansprüchen, insbesondere Kosten der Rechtsverteidigung und Ansprüchen Dritter, aufrechnen. Ein pauschaler Einbehalt findet nicht statt.
(5) Bei einer Sperrung, die der Kunde zu vertreten hat, bleibt seine Zahlungspflicht für die Dauer der Sperrung bestehen. Für eine unberechtigte Sperrung durch den Anbieter haftet dieser nach § 13.
§ 7 Pflichten des Kunden und unzulässige Nutzung
(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten, sichere Passwörter zu verwenden und den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er den Verdacht hat, dass Dritte Zugriff auf sein Kundenkonto oder seine Systeme haben. Der Kunde haftet für alle Handlungen, die unter seinen Zugangsdaten vorgenommen werden, soweit er dies zu vertreten hat. Dasselbe gilt für API-Schlüssel, Freigaben an andere Nutzer und Freigabelinks, die der Kunde anlegt: Handlungen über diese Zugänge werden ihm zugerechnet, soweit er dies zu vertreten hat. Der Anbieter darf einen API-Schlüssel, eine Freigabe oder einen Freigabelink sperren, wenn ein Missbrauch zu befürchten ist, und informiert den Kunden darüber.
(2) Der Kunde darf die Leistungen nur im Rahmen der Gesetze und dieser AGB nutzen. Untersagt sind insbesondere: (a) Angriffe auf Systeme Dritter oder des Anbieters, insbesondere (D)DoS-Angriffe, Portscans und Penetrationstests fremder Systeme ohne schriftliche Erlaubnis des Eigentümers, das Ausnutzen von Sicherheitslücken sowie das Fälschen von IP-Adressen, MAC-Adressen oder Absenderangaben (Spoofing); (b) die Speicherung, Verbreitung oder Zugänglichmachung strafbarer Inhalte, insbesondere Kinder- und Jugendpornografie und Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, terroristischer, volksverhetzender oder gewaltverherrlichender Inhalte, sowie Inhalte, die Rechte Dritter (Urheber-, Marken-, Persönlichkeitsrechte) verletzen; (c) der Versand von Spam oder sonst unverlangter Massenkommunikation sowie Phishing; (d) der Betrieb von Schadsoftware, Botnetzen und Command-and-Control-Servern, von Proxy- oder Anonymisierungsdiensten zur Verschleierung rechtswidriger Handlungen sowie von Tor-Exit-Nodes (Tor-Relays und -Bridges ohne Exit-Funktion bleiben erlaubt, ebenso ein eigenes VPN oder ein eigener Proxy für die eigene Nutzung); ebenso offene Mail-Relays, offene DNS-Resolver und offene Proxys, die von Dritten missbraucht werden können; (e) das Schürfen von Kryptowährungen und vergleichbare Verfahren (z. B. Proof-of-Space, Plotting) auf Produkten mit geteilten vCores und im Webhosting; (f) Inhalte, die gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) verstoßen, etwa pornografische Inhalte ohne wirksame Zugangsbeschränkung für Minderjährige; (g) eine Nutzung, die die vereinbarten Ressourcen dauerhaft überschreitet oder andere Kunden erheblich beeinträchtigt, z. B. durch Dauerlast weit über dem tariftypischen Maß (siehe auch § 2 Abs. 9); (h) Handel mit oder Werbung für illegale Waren und Dienstleistungen, insbesondere Betäubungsmittel, Waffen sowie gefälschte Waren oder Dokumente, außerdem Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung; (i) das Anlegen mehrerer Kundenkonten oder falsche Angaben, um Aktions- oder Gratisangebote mehrfach zu nutzen oder Sperren zu umgehen.
(3) Der Kunde ist für die Inhalte, die er speichert, verbreitet oder über die Leistungen zugänglich macht, allein verantwortlich. Er ist verpflichtet, für von ihm betriebene Angebote die gesetzlichen Pflichten (insbesondere Impressum, Datenschutz, Jugendschutz) selbst zu erfüllen. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Inhalte des Kunden zu überwachen.
(4) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Leistungen durch den Kunden beruhen und die der Kunde zu vertreten hat, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter bei der Abwehr solcher Ansprüche zu unterstützen. Eine Freistellung entfällt, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.
(5) Der Kunde hat Änderungen seiner Kontaktdaten, insbesondere der E-Mail-Adresse, unverzüglich im Kundenbereich zu aktualisieren. Erklärungen des Anbieters gelten als zugegangen, wenn sie an die zuletzt hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet wurden.
(6) Der Kunde darf die Leistungen Dritten zur Nutzung überlassen (z. B. für Kundenprojekte oder im Weiterverkauf). Er bleibt alleiniger Vertragspartner des Anbieters, gibt die Pflichten aus diesem § 7 an die Dritten weiter und haftet für deren Verstöße nach Maßgabe von Absatz 4.
(7) Der Kunde versichert, dass weder er noch eine von ihm vertretene Organisation auf einer Sanktionsliste der Europäischen Union, der Vereinten Nationen oder der Bundesrepublik Deutschland geführt wird, und dass er die Leistungen nicht entgegen geltenden Sanktions-, Embargo- oder Exportkontrollvorschriften nutzt oder Dritten zugänglich macht. Ändert sich dies, informiert er den Anbieter unverzüglich. Der Anbieter darf die Leistungen in diesem Fall sperren und den Vertrag außerordentlich kündigen, soweit die Vorschriften dies verlangen.
(8) Nutzungsrichtlinie: Die Nutzungsrichtlinie (Acceptable Use Policy) unter https://mam-jahn.de/nutzungsrichtlinie/ konkretisiert die Pflichten dieses § 7 und ist Bestandteil des Vertrags. Bei Widersprüchen gehen diese AGB vor.
(9) Terroristische Inhalte: Terroristische Inhalte im Sinne der Verordnung (EU) 2021/784 dürfen nicht gespeichert oder zugänglich gemacht werden. Der Anbieter entfernt solche Inhalte oder sperrt den Zugang dazu unverzüglich, bei einer Entfernungsanordnung spätestens innerhalb einer Stunde nach Eingang, darf das Kundenkonto sperren und den Vertrag fristlos kündigen und informiert den betroffenen Kunden über die Maßnahme, soweit nicht eine Behörde dies untersagt hat. Einzelheiten stehen unter https://mam-jahn.de/terroristische-inhalte/.
§ 8 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter schuldet keine Verfügbarkeit in einem bestimmten Prozentwert. Die in der Leistungsbeschreibung und im Service Level Agreement (SLA, https://mam-jahn.de/sla/) genannten Werte sind Zielwerte, an denen der Anbieter seinen Betrieb ausrichtet; sie sind keine Zusage und begründen keinen Anspruch auf Gutschriften. Der Anbieter kann bei längeren Störungen im Einzelfall freiwillig eine Gutschrift gewähren; ein Anspruch darauf besteht nicht. Die gesetzlichen Mängelrechte des Kunden bleiben unberührt. Einzelheiten zur Messung, zur Wartung und zu Reaktionszeiten regelt das SLA.
(2) Nicht als Ausfallzeit gelten: (a) angekündigte Wartungsfenster – diese werden mindestens 24 Stunden vorher per E-Mail oder im Kundenbereich angekündigt, bevorzugt zwischen 01:00 und 06:00 Uhr durchgeführt und überschreiten in Summe 8 Stunden je Kalendermonat nicht; (b) Zeiten, in denen die Leistung wegen Umständen nicht erreichbar ist, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen und die er auch bei angemessener Sorgfalt nicht abwenden konnte, insbesondere höhere Gewalt, Ausfälle von Vorleistern (Strom, Netzanbindung, Rechenzentrum) sowie Angriffe Dritter, die trotz der nach dem Stand der Technik angemessenen Schutzmaßnahmen nicht abgewehrt werden konnten; (c) Ausfälle, die der Kunde zu vertreten hat, insbesondere durch von ihm installierte Software oder Fehlkonfigurationen.
(3) Notfallwartungen zur Behebung akuter Sicherheitslücken dürfen ohne Vorankündigung durchgeführt werden; der Kunde wird so früh wie möglich informiert. Auch sie zählen nur dann nicht als Ausfallzeit, wenn sie unaufschiebbar waren.
(4) Der Anbieter darf die eingesetzte Hard- und Software an den Stand der Technik anpassen. Einschränkungen der vereinbarten Leistung sind nur unter den Voraussetzungen des § 10 zulässig.
§ 9 Datensicherung
(1) Soweit kein Backup-Dienst gebucht ist, ist der Kunde für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. Der Anbieter empfiehlt, Sicherungen auf einem vom Server unabhängigen System zu speichern.
(2) Ist ein kostenpflichtiger Backup-Dienst gebucht, auch aus einem bestehenden Vertrag (z. B. Snapshots oder Sicherung über Proxmox Backup Server), schuldet der Anbieter die Erstellung und Aufbewahrung der Sicherungen entsprechend der Leistungsbeschreibung (Häufigkeit, Anzahl, Aufbewahrungsdauer) und die Möglichkeit der Wiederherstellung. Die Leistung ist nicht als „ohne Gewähr“ vereinbart; für Mängel des Backup-Dienstes haftet der Anbieter nach § 13.
(3) Bei Datenverlusten, für die der Anbieter nach § 13 haftet, ist der Ersatzanspruch auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Diese Beschränkung gilt nicht, wenn der Kunde einen Backup-Dienst des Anbieters gebucht hat und der Verlust auf dessen Mangel beruht.
§ 10 Änderungen der Leistung und Mängelrechte bei digitalen Leistungen
(1) Für Verbraucher gelten für die Bereitstellung digitaler Dienstleistungen (Hosting, VPN) ergänzend die §§ 327 ff. BGB.
(2) Der Anbieter darf die vertraglich geschuldete Leistung nur ändern, wenn ein triftiger Grund vorliegt, insbesondere die Anpassung an eine neue technische Umgebung, eine Änderung der Rechtslage, eine Erhöhung der Nutzerzahl oder Sicherheitsanforderungen, und dem Kunden dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Der Kunde wird über eine Änderung klar und verständlich informiert (§ 327r BGB).
(3) Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffsmöglichkeit oder die Nutzbarkeit der Leistung für den Kunden mehr als nur unerheblich, wird der Kunde mindestens sechs Wochen vor der Änderung per E-Mail informiert; er kann den Vertrag dann innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Information oder ab dem Zeitpunkt der Änderung, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt, kostenfrei kündigen. Bereits gezahlte Vergütung für die Zeit nach der Beendigung wird erstattet.
(4) Reine Verbesserungen, Sicherheitsaktualisierungen und Erweiterungen des Funktionsumfangs ohne Nachteil für den Kunden bleiben von Absatz 3 unberührt.
(5) Ist die Leistung mangelhaft, stehen dem Kunden die gesetzlichen Mängelrechte zu, bei Verbrauchern nach §§ 327d ff. BGB (Nacherfüllung, Beendigung, Minderung, Schadensersatz). Der Kunde ist gehalten, Störungen so konkret wie möglich über das Support-System zu melden, damit sie zügig behoben werden können.
§ 11 Vertragsende, Datenherausgabe und Löschung
(1) Bis zum Vertragsende kann der Kunde alle auf der Leistung gespeicherten Daten selbst exportieren (z. B. per SSH, SFTP, Snapshot-Download oder Backup-Export). Der Anbieter unterstützt auf Anfrage in angemessenem Umfang.
(2) Endet der Vertrag durch Kündigung, werden die Leistung und die darauf gespeicherten Daten des Kunden nach Vertragsende 14 Tage vorgehalten (Kulanzfrist); endet er mangels Zahlung, gilt stattdessen § 5 Abs. 3. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde die Reaktivierung oder – gegen Erstattung des angemessenen Aufwands – die Herausgabe der Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format verlangen. Nach Ablauf der Frist werden die Daten einschließlich Sicherungen unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
(3) Bei Verbrauchern bleiben die Rechte aus § 327p BGB unberührt: Der Anbieter stellt dem Verbraucher auf Verlangen die von ihm bereitgestellten oder erstellten Inhalte unentgeltlich, ohne Behinderung, in angemessener Frist und in einem gängigen maschinenlesbaren Format zur Verfügung, soweit sie nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Nutzung entstanden sind oder ohne unverhältnismäßigen Aufwand nicht zu trennen wären.
(4) Rechnungen und die für die Buchführung erforderlichen Vertragsdaten werden nach den gesetzlichen Fristen (§ 147 AO, § 257 HGB) aufbewahrt.
§ 12 Domains
(1) Bei der Registrierung und Verwaltung von Domains wird der Anbieter als Vermittler zwischen dem Kunden und der jeweiligen Vergabestelle (Registry) bzw. dem Registrar tätig. Der Anbieter schuldet die ordnungsgemäße Weiterleitung des Registrierungsantrags; eine Gewähr für die tatsächliche Zuteilung oder den Fortbestand einer Domain besteht nicht. Eine Domain gilt erst als registriert, wenn die Vergabestelle den Kunden als Inhaber eingetragen hat.
(2) Es gelten ergänzend die Registrierungsbedingungen der jeweiligen Vergabestelle, auf die im Bestellvorgang hingewiesen wird. Der Kunde versichert, dass die gewünschte Domain keine Rechte Dritter verletzt, und stellt den Anbieter von entsprechenden Ansprüchen frei, soweit er die Verletzung zu vertreten hat.
(3) Domains werden für den bei der Bestellung gewählten Zeitraum registriert. Die Rechnung für die Verlängerung wird rund 14 Tage vor Ablauf bereitgestellt; die Verlängerung bei der Vergabestelle wird erst ausgeführt, wenn sie bezahlt ist. Ist sie bis kurz vor Ablauf nicht bezahlt, wird die Domain nicht verlängert und läuft aus; was danach mit ihr geschieht (Rückgabe an die Vergabestelle, Löschung), richtet sich nach den Regeln der Vergabestelle; eine Wiederherstellung über den Anbieter ist dann nicht mehr möglich, und die Rechnung wird storniert. Der Kunde kann die Verlängerung jederzeit im Kundenbereich abschalten oder die Domain zum Ende der bezahlten Laufzeit kündigen; bereits an die Vergabestelle gezahlte Gebühren werden nicht erstattet.
(4) Der Kunde kann jederzeit einen Wechsel zu einem anderen Anbieter (Transfer) verlangen; der Anbieter stellt den Auth-Code unverzüglich zur Verfügung, sofern keine fälligen Forderungen aus dem Domainvertrag offen sind. Kündigt der Kunde einen Vertrag, zu dem Domains gehören, teilt er mit, ob diese umgezogen oder gelöscht werden sollen; der Anbieter fragt dies mit der Kündigungsbestätigung ab. Erteilt der Kunde bis zum Vertragsende keine Weisung, darf der Anbieter die Domain zum Vertragsende löschen lassen oder nach Ablauf der Registrierung an die Vergabestelle zurückgeben.
(5) Enthält ein Tarif Domains ohne gesonderte Berechnung (Inklusivdomains), gilt:
(a) Anzahl und zulässige Endungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des Tarifs. Der Kunde wählt bei der Bestellung ein Endungs-Set (z. B. .de oder ein internationales Set); diese Wahl bleibt für die Laufzeit des Tarifs verbindlich.
(b) Registrierung und Verlängerung der Inklusivdomains sind für die Dauer des Tarifvertrags im Tarifpreis enthalten. Die Inklusivdomains können bei der Bestellung oder jederzeit später im Kundenbereich gewählt werden.
(c) Inklusivdomains sind an den Tarif gebunden. Sie können nicht auf einen anderen Tarif oder ein anderes Kundenkonto übertragen und nicht gegen eine Gutschrift oder Auszahlung eingetauscht werden. Nicht genutzte Inklusivdomains verfallen mit dem Ende des Tarifvertrags.
(d) Wird eine Inklusivdomain vom Kunden gelöscht, zu einem anderen Anbieter umgezogen oder gekündigt, lebt der Anspruch auf eine Ersatzdomain nicht wieder auf.
(e) Endet der Tarifvertrag, kann der Kunde jede Inklusivdomain zu einem anderen Anbieter umziehen, als eigenständige Domain zum dann gültigen Listenpreis weiterführen oder löschen lassen; ab dem Vertragsende gilt für die Verlängerung der Listenpreis. Erteilt er bis zum Vertragsende keine Weisung, gilt Absatz 4 Satz 3.
(f) Registrierte Inklusivdomains sind mit der Registrierung vollständig erbracht (§ 15 Abs. 2).
(6) Die Anmeldung, Ummeldung, der Transfer oder die Löschung einer Domain bei der Vergabestelle setzt die Mitwirkung des Domaininhabers voraus. Der Kunde erteilt die dafür erforderlichen Zustimmungen und Bestätigungen (z. B. die Inhaberbestätigung per E-Mail) unverzüglich in der jeweils verlangten Form. Unterbleibt die Mitwirkung, kann die Registrierung oder der Transfer scheitern, ohne dass der Anbieter dies zu vertreten hat.
§ 13 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, für arglistig verschwiegene Mängel, im Rahmen einer ausdrücklich übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, insbesondere die Bereitstellung der bestellten Leistung, die Wahrung der Vertraulichkeit der Kundendaten und die Einhaltung gebuchter Backup-Leistungen. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Für Datenverluste gilt zusätzlich § 9 Abs. 3.
(4) Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(5) Eine Haftung für Ereignisse, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, ist ausgeschlossen. Der Anbieter hat eine Störung nicht zu vertreten, wenn sie auf höherer Gewalt oder auf Umständen beruht, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen und die er auch bei angemessener Sorgfalt, insbesondere durch dem Stand der Technik entsprechende Schutzmaßnahmen, nicht abwenden konnte.
(6) Gesetzliche Haftungsregelungen, die zwingend zugunsten von Verbrauchern gelten, bleiben unberührt.
§ 14 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden nach den Vorgaben der DSGVO und des BDSG. Informationen über Art, Umfang und Zweck dieser Verarbeitung enthält die Datenschutzerklärung unter https://mam-jahn.de/datenschutz/. Die Datenschutzerklärung ist eine Information nach Art. 13 und 14 DSGVO und kein Bestandteil dieses Vertrags.
(2) Verarbeitet der Kunde auf den bereitgestellten Systemen personenbezogene Daten Dritter (z. B. Daten seiner eigenen Nutzer oder Kunden), ist er dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Für diesen Fall schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Anbieter stellt hierfür einen Vertragstext bereit, der auf Anfrage an support@mam-jahn.de übermittelt und in Textform abgeschlossen wird. Der Kunde ist verpflichtet, den Abschluss vor Beginn einer solchen Verarbeitung zu veranlassen.
(3) Der Anbieter greift nicht auf Inhalte des Kunden zu, es sei denn, dies ist zur Erbringung der Leistung, zur Störungsbeseitigung auf Wunsch des Kunden, zur Abwehr einer Gefahr nach § 6 Abs. 3 oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung erforderlich.
§ 15 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten, das Muster-Widerrufsformular und die Rechtsfolgen ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung unter https://mam-jahn.de/widerruf/, die dem Kunden auch mit der Vertragsbestätigung per E-Mail übermittelt wird. Der Widerruf kann außer per Brief oder E-Mail auch online über die Schaltfläche „Vertrag hier widerrufen“ erklärt werden, die zur Widerrufsfunktion unter https://mam-jahn.de/kuendigen?art=widerruf führt (§ 356a BGB); der Anbieter bestätigt den Eingang unverzüglich per E-Mail mit Inhalt, Datum und Uhrzeit.
(2) Der Anbieter stellt digitale Dienstleistungen (z. B. Server, Hosting, Domains) bereit. Bei diesen erlischt das Widerrufsrecht des Verbrauchers gemäß § 356 Abs. 4 BGB, sobald die Bestellung abgeschlossen ist und die Dienstleistung – mit seiner im Bestellprozess ausdrücklich erteilten Zustimmung und Kenntnisnahme – automatisch und vollständig bereitgestellt wurde. In diesen Fällen besteht regelmäßig kein Widerrufsrecht mehr, sodass ein Widerruf nicht angenommen werden kann; eine Erstattung erfolgt nicht. Domains sind mit der erfolgreichen Registrierung vollständig erbracht.
(3) Die Zustimmung zur sofortigen Bereitstellung wird im Bestellvorgang gesondert abgefragt; sie ist freiwillig. Ohne sie beginnt die Leistung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist; bis dahin wird bei einem Widerruf der volle Betrag erstattet.
(4) Der Verbraucher kann seine Widerrufserklärung dennoch jederzeit abgeben. Der Anbieter nimmt sie entgegen, bestätigt den Eingang und prüft sie im Einzelfall.
(5) Unternehmer haben kein Widerrufsrecht; für sie gelten ausschließlich die Kündigungsregeln nach §§ 5 und 6.
§ 16 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter darf diese AGB mit Wirkung für bestehende Verträge nur ändern, soweit dies erforderlich ist, um (a) Änderungen der Gesetzeslage oder der Rechtsprechung nachzuvollziehen, (b) Regelungslücken zu schließen, die sich aus solchen Änderungen ergeben, oder (c) Anpassungen an technische Weiterentwicklungen vorzunehmen, und die Änderung das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verschiebt. Preise, Laufzeiten, der Umfang der Hauptleistung und Kündigungsrechte werden auf diesem Weg nicht geändert; dafür bedarf es einer ausdrücklichen Vereinbarung.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mitgeteilt. Die Mitteilung enthält die geänderten Bestimmungen, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens und einen ausdrücklichen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens.
(3) Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen ab diesem Zeitpunkt als angenommen. Widerspricht der Kunde, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; der Anbieter kann den Vertrag in diesem Fall ordentlich nach § 5 kündigen. Der Kunde hat ab Zugang der Mitteilung ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung.
(4) Für neue Bestellungen gelten jeweils die zum Zeitpunkt der Bestellung veröffentlichten AGB.
§ 17 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
(5) Bestandteil des Vertrags sind in dieser Reihenfolge: die Bestellbestätigung mit der Leistungsbeschreibung, diese AGB, die Nutzungsrichtlinie (https://mam-jahn.de/nutzungsrichtlinie/) und das Service Level Agreement (https://mam-jahn.de/sla/). Bei Widersprüchen gilt die vorrangig genannte Regelung.
A. Sondervorschriften für Webhosting
(1) Webhosting wird auf gemeinsam genutzten Systemen mit einer Verwaltungsoberfläche (Plesk) bereitgestellt. Geschuldet ist der in der Leistungsbeschreibung genannte Speicherplatz mit Anbindung an das Internet; Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Mailversand werden von allen Kunden des Systems gemeinsam genutzt (§ 2 Abs. 8). Die in der Leistungsbeschreibung genannten Grenzen (z. B. Postfächer, Datenbanken, Cronjobs, Versandlimits je Stunde und Tag) sind Bestandteil der Leistung.
(2) Bestellt der Kunde Webhosting ohne eigene Domain, richtet der Anbieter das Webhosting unter einer Standard-Adresse (Subdomain einer Domain des Anbieters) ein. Die Standard-Adresse wird nur für die Laufzeit des Vertrags und nur für dieses Webhosting bereitgestellt; ein Anspruch auf eine bestimmte Standard-Adresse oder deren Beibehaltung besteht nicht. Der Kunde kann jederzeit eigene Domains hinzufügen oder die Hauptdomain ändern lassen.
(3) Für Inklusivdomains gilt § 12 Abs. 5.
(4) Der Anbieter darf die PHP-Versionen, Software-Komponenten und Sicherheitseinstellungen des Systems an den Stand der Technik anpassen (§ 10). Nicht mehr unterstützte Versionen werden mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt und abgeschaltet.
(5) Der Kunde hält die von ihm installierten Anwendungen (z. B. Content-Management-Systeme) aktuell. Stellt der Anbieter eine akute Gefährdung durch eine veraltete oder kompromittierte Anwendung fest, darf er sie nach § 6 Abs. 3 vorübergehend deaktivieren.
(6) Die tägliche Sicherung des Webhostings erfolgt im Umfang der Leistungsbeschreibung (§ 9 Abs. 2). Sie ersetzt keine eigene Sicherung von Daten, die der Kunde außerhalb des gesicherten Zeitraums benötigt.
(7) Die dem Webhosting zugewiesenen IP-Adressen können sich aus technischen Gründen ändern; ein Anspruch auf eine bestimmte IP-Adresse besteht nicht.
B. Sondervorschriften für Server (KVM-Server; sofern gebucht auch Root-Server, VDS, Dedicated Server)
(1) Bei Servern mit Administrationszugriff (root) ist der Kunde allein für Installation, Konfiguration, Absicherung und Aktualisierung des Betriebssystems und seiner Software verantwortlich (§ 2 Abs. 4). Der Anbieter stellt Betriebssystem-Vorlagen, eine Konsole, eine Neuinstallation und ein Rettungssystem bereit; eine Verwaltung des Betriebssystems durch den Anbieter ist nur bei gebuchter Betreuung (Teil C) geschuldet.
(2) Der Kunde spielt verfügbare Sicherheitsaktualisierungen zeitnah ein. Schwächen in vom Kunden betriebener Software, für die noch keine Abhilfe bekannt ist, hat der Anbieter nicht zu vertreten.
(3) Ob Rechenleistung und Arbeitsspeicher fest zugewiesen oder geteilt sind, ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung der jeweiligen Linie. Bei geteilten Ressourcen schuldet der Anbieter einen fairen Anteil; eine dauerhafte Vollauslastung geteilter Kerne, die andere Kunden erheblich beeinträchtigt, ist nach § 7 Abs. 2 lit. g unzulässig und kann nach § 2 Abs. 9 zu einer vorübergehenden Begrenzung der CPU-Zuteilung führen.
(4) Zugewiesene IP-Adressen bleiben Eigentum des Anbieters und werden mit Vertragsende zurückgegeben. Der Kunde hält die Adressen frei von Einträgen auf Sperrlisten, soweit er dies beeinflussen kann; bei Beschwerden Dritter (Abuse) wirkt er innerhalb von 24 Stunden an der Aufklärung mit.
(5) Bei einem Hardwaredefekt stellt der Anbieter einen gleichwertigen Ersatz bereit. Für die Daten auf dem defekten System gilt § 9; ohne gebuchten Backup-Dienst ist der Kunde für die Sicherung verantwortlich.
(6) Der Anbieter darf virtuelle Server zur Wartung oder bei Störungen auf ein anderes Host-System verschieben (§ 2 Abs. 3); eine damit verbundene kurze Unterbrechung ist, soweit sie nach § 8 angekündigt ist, keine Ausfallzeit.
(7) Für Produkte im Vorverkauf gilt § 4 Abs. 9.
C. Sondervorschriften für Betreuung (Managed, nur sofern gebucht)
(1) Ist Betreuung gebucht, übernimmt der Anbieter die in der Leistungsbeschreibung genannten Aufgaben, insbesondere das Einspielen von Aktualisierungen des Betriebssystems, die Überwachung und die Reaktion auf Störungen innerhalb der dort genannten Zeiten.
(2) Soweit der Anbieter die Verwaltung des Systems übernommen hat, erhält der Kunde keinen oder nur einen eingeschränkten Administrationszugriff. Eigene Änderungen am Betriebssystem oder an betreuten Komponenten nimmt der Kunde nur nach Absprache vor; für Störungen, die auf nicht abgesprochenen Änderungen beruhen, schuldet der Anbieter keine Behebung im Rahmen der Betreuung.
(3) Der Kunde benennt einen Ansprechpartner, der Freigaben für Wartungsarbeiten erteilen kann, und wirkt bei der Störungsbeseitigung mit (Informationen, Zugänge, Testmöglichkeiten).
(4) Nicht Bestandteil der Betreuung sind die Entwicklung oder Anpassung von Anwendungen des Kunden, Datenmigrationen ohne gesonderten Auftrag und die Betreuung von Software, die nicht in der Leistungsbeschreibung genannt ist. Solche Leistungen können gesondert beauftragt werden.
(5) Für die Haftung gilt § 13; für Datenverluste zusätzlich § 9 Abs. 3.